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25 Jahre Partnerschaft Saarlouis - Matiguás
GBS fördert soziale Projekte „Hilfe zur Selbsthilfe“
Alles begann, als 1986 die Kreisstadt Saarlouis eine Städtepartnerschaft mit der 12.000 Einwohner zählenden Kleinstadt Matiguás in Nicaragua einging. Daraus wuchs in 25 Jahren eine Partnerschaft, die es sich zum Ziel setzte, der ärmlichen Landbevölkerung durch „Hilfe zur Selbsthilfe“ den Bau von sicheren Häusern zum Schutz gegen Wind, Wetter und Erdbeben zu ermöglichen. Konzept war ein hoher Beteiligungsgrad der zukünftigen Bewohner an Planung, Erstellung und Finanzierung der Häuser, denn Identifikation mit und Wertschätzung der eigenen Häuser sind wichtiger Bestandteil der Arbeit.
Aus kleinen Anfängen im Bereich der Trinkwasserversorgung entwickelten sich Projekte zum Bau von Wohnhäusern und Schulen. 40 Häuser entstanden am Stadtrand von Matiguás. 80 Fincas wurden auf dem Land in der Gegend um Pancasan und Sitio Histórico errichtet. Ergänzend wurden auf einer für Haus- und Wildtiere geschützten Fläche Nutzbäume und Fruchtpflanzen angebaut. In diesem Jahr wurde das vom Hurrikan Felix zerstörte Dach der Schule in San Carlos erneuert und die Schulräume saniert. Auch im Ort La Cusuca steht nun eine neue Grundschule. Aber es bleibt viel zu tun. Allein 40 Schulen befinden sich in bedauernswertem Zustand. Aber dazu fehlt noch das Geld.
Für die Stadt Saarlouis wurden alle Bauprojekte von der GBS, Gemeinnützige Bau- und Siedlungsgesellschaft Saarlouis, gemeinsam mit der DESWOS, Deutsche Entwicklungshilfe für soziales Wohnungs- und Siedlungswesen e.V., und deren Partnern umgesetzt. Die Menschen in Nicaragua brauchen Hilfe, betonte Winfried Clever: „Aber Hilfe bedeutet immer auch Selbsthilfe.“ Denn das Engagement der Menschen in Matiguás ist notwendiger Bestandteil der Projekte. Wer Hilfe erhält, muss sich auch selbst durch Arbeitsleistung einbringen.
Anlässlich des 25-jährigen Jubiläums der Partnerschaft fand ein kleiner Festakt am 15. November im Gymnasium Am Stadtgarten statt. Oberbürgermeister Roland Henz hob dabei die Bedeutung dieser Städteverbindung hervor und bezog auch die junge Generation in diese verantwortungsvolle Aufgabe mit ein. Hubert Ulrich und Hans-Jörg Schu blickten in Bildern und bewegenden Tagebuchnotizen noch einmal auf die Reise der zehnköpfigen Saarlouiser Delegation nach Matiguás im Jahr 1988 zurück. Die GBS hatte in den vergangenen Jahren immer wieder zu Spenden aufgerufen und die Erlöse aus Veranstaltungen dem Matiguás-Projekt zukommen lassen. Engelbert Feld, Geschäftsführer der GBS, führte das von seinem Vorgänger Willi Heible begonnene Projekt fort und war 2007 und 2010 gemeinsam mit Winfried Clever, dem Projektbetreuer der Deswos, in Matiguás. So schilderte auch er in Worten und Bildern die Landschaft und das Leben der Menschen in Nicaragua. Vor allem aber zeigte sein Bericht, dass die Spendengelder auch Ihrer Bestimmung zugekommen sind. Ein großer Dank ging daher an die vielen Spender, die das Projekt Matiguás - „Hilfe zur Selbsthilfe“ erst möglich machten.
Wer gerne weitere Hilfsprojekte in Matiguás unterstützen möchten, überweist seine Spende bitte an:
DESWOS Sparkasse Köln Bonn (BLZ 370 501 98), Konto Nr. 660 22 21; Verwendungszweck: Matiguás
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